Entdecke neue Seiten – oder: Sanifair im Buchladen??

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Seit einiger Teit gibt es in manchen Buchläden an der Toilettentür ein witzig gemeintes Schildchen: „Dies ist unsere Kundentoilette, wenn Sie Amazon-Kunde sind, gehen Sie bitte dort aufs Klo“ – oder so ähnlich. Natürlich hat das einen ernsten Hintergrund. Den Buchhändlern gehen immer mehr Kunden an den großen Lieferanten aus dem weltweiten Web verloren, und ich geb zu, ich hab dort auch schon viel eingekauft. Mach ich mittlerweile nicht mehr. Ich liebe Buchläden, auch wenn sie noch so klein sind, es geht nichts über das Gefühl, ein gedrucktes Buch in der Hand zu halten und es zu riechen! Das wird natürlich getoppt von Antiquariaten, die man schon auf dem Bürgersteig mit verbundenen Augen erkennen könnte: der Duft nach Geschichte und Geschichten! Hach, und was diese Bücher alles erzählen könnten neben den Geschichten zwischen ihren Deckeln! Aber ich schweife ab. Ich habe also schon vor einiger Zeit meine Einkäufe bei Amazon ganz arg eingeschränkt und Bücher in der Buchhandlung gekauft. Nun gibt es auch da mittlerweile Ketten und große Händler, die nicht mehr viel mit der Buchhandlung um die Ecke zu tun haben. aber wenn ich in der großen Stadt war, war ich da immer drin, zum Stöbern, oft auch zum Kaufen. Und da es ja in deutschen Städten im Vergleich zum Ausland erschreckend wenig öffentliche Gelegenheiten gibt, seine Notdurft zu verrichten, geh ich da schon auch mal aufs Klo. Bisher gratis. Umso größer war meine Verblüffung, als ich das letzte Mal vor einer Schranke stand wie auf einer deutschen Rastanlage. Ich dachte spontan: oh, Sanifair! Und genau so funktionierts: 50 Cent blechen, den Gutschein im Cafe‘ einlösen. thaliaUnd wenn ich dann von dem konsumierten Kaffee nochmal pinkeln muss, zahl ich wieder 50 Cent. Und kann den Bon dafür dann wieder im Cafe’… nee, ehrlich, da hab ich keine Lust drauf. Ich warte auf die Zeit, wenn es wieder Automaten an jeder Klotür gibt, in die man 10 Pfennig – mittlerweile sicher 50 Cent – einwerfen muss, um zu dürfen. Dann verschwinden vielleicht auch die Bewacher der Klogroschentellerchen, die manchmal nicht viel mehr tun als das – aufpassen, dass auch ja keiner wieder rausgeht, ohne die gewünschten 50 Cent zu hinterlassen. Das ist in diesem Fall natürlich viel schwieriger, als wenn da nur das Tellerchen rumsteht – wer will sich schon den vorwurfsvollen Blicken stellen, die da sagen: he, du hast bei uns gepinkelt, jetzt zahl auch dafür!!! Egal, was Du vorher bei uns gekauft oder konsumiert hast! Mich ärgert das!

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