Dem Terror zum Trotz

Es ist schon gruselig, den Terror so hautnah mitzuerleben. Man sieht sich ein Freundschaftsspiel im Fernsehen an, plötzlich hört man dort laute Donnerschläge. Mein Mann sagte noch: Ui, die haben aber laute Böller!, bis sich heraustellte, dass es Explosionen waren, die in Paris von einer Minute zur anderen alles veränderten. Unzählige Leben ausgelöscht. Einfach so. Menschen, die sich ein Konzert anhören wollten, sich einen schönen Abend machen wollten. Unfassbar. Wir überlegten nun natürlich, ob wir den für den Samstag geplanten Kurzurlaub in der Bretagne überhaupt antreten wollten – und konnten. Denn sofort hörte man von Ausnahmezustand in Frankreich, geschlossene Grenzen. Mir war mulmig zumute. Trotzdem sind wir am nächsten Tag losgefahren, mit all den Gedanken an die vielen Toten und Verletzten und lauernde Gefahren im Hinterkopf. Doch an der Grenze, die seit vielen Jahren keine mehr war, war es ruhig. Nur im Radio, in sämtlichen französischen Sendern, kaum Musik, nur Berichte. Abends in Reims zeigte  die Stadt deutlich mehr Polizeipräsenz als sonst. Beunruhigend, auf der anderen Seite wieder beruhigend. Wir haben trotzdem Champagner getrunken2015-11-14 16.27.42und uns am nächsten Tag auf den Weg nach Pléneuf Val Andre´ an der Smaragdküste Frankreichs aufgemacht. Wenn diese Landschaft ein Edelstein ist, dann ein ungeschliffener. Noch nie war ich zu dieser Jahreszeit an der französischen Küste. Wild und windig bot sie sich dar, die ersten Tage voller Sonnenschein mitten im November; Wetter zum Draußensitzen und lang am Meer spazieren gehen. Dann wurde das Wetter herbstlich, stürmisch, regnerisch. Obwohl wir beide kränker heimfuhren als wir angekommen waren, haben wir die paar Tage genossen. Wärs nur nicht ganz so weit dahin!

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