Pächtertreffen zum Dritten

Am letzten Samstag war es wieder soweit: die Deutsche Weinstraße rief zum Pächtertreffen. Da unsere Tochter uns vor drei Jahren eine Rebenpacht geschenkt hatte, reisten auch wir wieder nachWachen heim, wo der Gästeweinberg liegt. Und immer noch war es die Rebe Nr. 788, die unseren Namen trug.Pächtertreffen2015-01 Pächtertreffen2015-02Steht sie nicht prächtig da dieses Jahr? Naja, der Sommer war ja auch sehr groß, zum Schluss fast unerträglich. Aber der Wettergott meinte es gut mit uns, die Temperaturen waren erträglich, die Sonne durch mehr oder weniger dicke Wolken gefiltert, und ein laues Lüftchen erfrischte zwischendurch noch zusätzlich. Nach der Begrüßung ging es diesmal nach Bad Dürkheim, wo wir uns zu einer Stadtführung angemeldet hatten. Diese verlief recht launig, der Führer wußte zu allem und jedem eine lustige Geschichte und bot sie auch publikumswirksam dar.

Pächtertreffen2015-03 Pächtertreffen2015-04Zum Wurstmarktbrunen vor dem Bahnhof gab es deren etliche, denn es gibt auch ganz viele Figurengruppen in diesem interessanten Brunnen.

 

 

 

Das sind z.B. Musikanten aus einem Teil der Pfalz, der früher das Musikantenland genannt wurde, weil viele der Schüler vom Lehrer oder Pfarrer Musikunterricht erhielten und sich später, wenn sie keine Arbeit hatten, mit Musik ihr Brot verdienten. Auch heute noch spielen „fahrende Musikanten“ auf dem jährlichen Wurstmarkt auf.

Er erzählte uns auch die Geschichte von dem Kunstmaler, der in der St. Ludwigskirche in einer Kreuzigungsszene Adolf Hitler an das Kreuz neben Jesus gemalt hatte. Naja, der Beste meinte, das wäre wohl hineininterpretiert und das unter der Nase nur ein Schatten, aber jeder urteile selbst:Pächtertreffen2015-09

Weiter ging es durch Bad Dürkheim, vorbei an gemütlichen Kneipen und imposanten Kirchen,

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bis  zum wohl berühmtesten Platz dieser beschaulichen Gemeinde:

Pächtertreffen2015-07dem Großen Faß auf dem Wurstmarktplatz, wo das Größte Weinfest der Welt auch dieses Jahr wie immer im September stattfindet. Pächtertreffen2015-08Den Abschluss machte unsere Führung vor dem Gradierwerk, wo salziges Wasser über dichte Hecken geleitet wird, dabei verdunstet und gradiert wird, d.h. eine höhere Salzkonzentration hat. Das salzhaltige Wasser in den Thermalbrunnen der Stadt ist hilfreich gegen so manches Zipperlein, aber (Originalton Stadtführer): wennd gsund bisch, konnsch a e Woischorle drinke!

Gesagt, getan. Die müden Füße mussten ausruhen und durften das auch genau vor dem Gradierwerk, dort gabs auch Weinschorle, auf Pfälzer Art natürlich!

Zum Abschluss im Weingut Gehrig in Weisenheim am Sand nahmen wir nicht den vorgeschlagenen Zug und auch nicht am Feldspaziergang teil, sondern fuhren eine Stunde später und gingen auf direktem Weg zum Weingut. Hier war im überdachten Hof und Restaurant für uns gedeckt, die Faulen und Fußkranken waren schon da, wir ergatterten noch eine Bierbank, und als die fleißigen Wanderer kamen, machten wir Bekanntschaft mit einem netten Ehepaar aus Wuppertal und verbrachten einen lustigen Abend bei Pfälzer Spezialitäten und hauseigenen Weinen.

Die Nacht brachte den ersehnten Regen, und am nächsten Morgen begrüßte uns ein trüber, aber sattgrüner Kurpark.Pächtertreffen2015-10

Des mache mer mol widder!

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