Hoch oooooooben, auf dem Beeeeeerg….

…so oder so ähnlich lautet der Text des Liedchens, das mir gleich zu Beginn unserer Wanderung am letzten Sonntag in den Sinn kam. Wir hatten die Tour zur Burg Guttenberg in einem Wanderbüchlein gefunden, der Beste aller Ehemänner hatte diese unter Blut, Schweiß, Tränen und vielen Flüchen ins Navi übertragen. Nach einer gemütlichen Anreise per Auto nach Hassmersheim durch den malerischen Kraichgau fanden wir nach längerem Suchen einen Parkplatz, der zwar nicht so hieß wie der auf unserer Beschreibung, aber genau dort lag. Als erstes sollte es zur Eduardshöhe gehen, deshalb erstmal die Steigung hochgekraxelt. Das Navi spinnt rum, will einfach nicht wie der Beste aller Ehemänner ihm befiehlt. Bis dieser auf die Idee kommt, dass wir gerade in die falsche Richtung gehen, d.h. die Tour von hinten anfangen. Macht nix, war noch nicht weit, also zurück und den Wanderweg mit der Nummer 6 in Angriff genommen. Der führt nicht ganz so steil durch lichten Laubwald, was bei den heutigen Temperaturen sehr angenehm ist. Überhaupt haben wir auf der ganzen Tour wenig freie Stücke. Die Eduardshöhe wartet mit einer Schutzhütte und einem hässlichen Mobilfunkmast auf. Und natürlich einer atemberaubenden Rundumsicht auf Hassmersheim und die Neckarschleife.

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Von hier aus ging es über einen recht bissigen Anstieg zur Burg Guttenberg, diesmal nicht wie mit dem Motorrad durch das Haupttor, sondern an einer kleinen Kapelle und etlichen Gräbern derer zu Gemmingen – Guttenberg vorbei quasi durch den Lieferanteneingang.

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So wurden wir hier auch behandelt, wegen einer geschlossenen Gesellschaft in der Burgschenke sahen wir die Kellner nur an uns vorbeihuschen mit dem liebevollen Satz auf den Lippen: da kommt gleich jemand! Wir sind dann weitergegangen, zum Glück hatten wir Rucksackverpflegung dabei, richtung Jüdischer Friedhof in Heinersheim. Auch hier wussten wir nicht so recht, ob wir lachen oder weinen sollten: Ein Schild und ein Fahrradschloss sperrten uns aus!

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Ganz ehrlich, wer geht da nach Bad Rappenau und holt sich den Schlüssel? Vielleicht hätte man das ja im Wanderbuch vermerken können? Und wen soll das bitte abhalten, wenn der Weg direkt an dem ca. 50 cm hohen Friedhofsmäuerchen vorbeigeht? Böse Buben sicher nicht.

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Wir sind natürlich nicht unbefugt eingedrungen, aber manchmal fragt man sich schon, was sich die Verantwortlichen dabei gedacht haben…

Eine richtig schöne Strecke entschädigte uns, nämlich das Fünf-Mühlen -Tal. Wald und Wiesen wechseln sich ab, und nachdem man uns den Wildschweinbraten auf der Burg verweigert hatte, machten wir uns auf die Suche nach einem Bänkchen zum Rasten und das eingepackte Wurschtbrod verdrücken. Die vielleicht???

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Uns begleitet ja das Karma, dass sobald einer von uns den Satz sagt: „Auf der nächsten Bank setzen wir uns hin“ – plötzlich keine mehr kommt. Hören die das und verkriechen sich im Unterholz? Und wenn wir dann unser Veschper an einem behelfsmäßigen Feuerplatz eingenommen haben : da kommen die Biester alle wieder hervor, geputzt und sonntäglich zurechtgemacht! Es ist zum in die Pulle f…..!

In diesem Tal gibt es tatsächlich die Mühlen, die ihm einst den Namen gaben, eine davon ist bewirtschaftet, und diese kannten wir von diversen Motorradtouren, nämlich die chnepfenhardter Mühle, wo man sehr schön sitzen kann.

Am Ufer des Mühlbachs entlang ging es weiter zur Baron-Christof-Brücke – und das war ein Highlight! An der Brücke angekommen, sehen wir: gesperrt!

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Und zwar massiv verrammelt. Naja, was tun? Zurückgehen?? Ne, wir doch nicht. Ein bißchen an der Brücke gerüttelt; gut, sehr stabil wirkte sie nicht, in der Mitte waren auch ein paar morsche Bretter. Aber was solls, um das Sperrschild rumgekraxelt, rüber und am Ende nochmal das selbe. Die Turnerei war wahrscheinlich gefährlicher als der Weg über die Brücke!

Nun kam der Endspurt, der steile Anstieg zum Garnberg. Der sorgte nochmal für heftiges Schnaufen und mehrere Standzeiten, aber zum Schluss schafften wir auch den und konnten den gemächlichen Abstieg zum Parkplatz nehmen.

Mit 12 km eine für uns schon längere Tour mit durchaus sehenswerten Elementen, auch bei sommerlichen Temperaturen angenehm zu gehen.

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