Ins Himmelreich und zurück

Gestrn waren wir mal wieder rund um Zeutern unterwegs. Der Beste hatte eine Wanderung von ca. 11 km Länge auf unser Wandernavi geladen, und los gings bei prachtvollem Wanderwetter (nicht zu warm, nicht zu kalt, leichte Bewölkung) und entsprechender Bekleidung („Wenn man beim Losgehen nicht friert, ist man zu warm angezogen!) Richtung „schwerer Boden“. So heißt die Gegend hier bei uns, weil die leichten Sandböden der Rheinebene von schwerem, nassem Lehm abgelöst werden. Nass war allerdings auch hier nix, man sah deutlich die Trockenheit der letzten Wochen vor allem auf den Feldern.

Aber zunächst erklommen wir eine recht steile Hohle, die sogar beschriftet war

Rettet den Hohlweg!

Rettet den Hohlweg!

Diese Hohlen sind immer wieder faszinierend, weil sie tiefe Einschnitte in die Landschaft bilden, mit Raum für endlos viele und unterschiedliche Tiere und Pflanzen. Natürlich nur möglich durch eben die schweren Lehmböden.

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Auch bei Hitze angenehm

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Rund um Zeutern findet man viele dieser grünen Tunnel, die im Sommer sehr angenehm zu gehen sind, bei Regen würde ich da lieber die Füße von lassen, weil der Lehmboden sehr schnell rutschig wird. Weiter gings über Wiesen und Felder, eine wunderschöne Gegend lag uns zu Füßen. Später hatten wir einen etwas bissigen Anstieg durch die Weinberge, aber dieser und der gleich zu Anfang waren auch die einzigen Schwierigkeiten, ansonsten sind die Steigungen hier alle sehr moderat.

Der Weg ging endlich auch durch den hohen Mischwald, aber sehr spät, sodass dies keine Strecke für Hochsommertage ist!

Und schließlich kamen wir ins „Himmelreich“! Keine Sorge, wir leben beide noch, so nennt sich ein Gewann auf Gemarkung Zeutern, wo man früher Feste gefeiert hat. Heute vielleicht auch noch, zumindest steht da noch ein großes Festzelt. Ob der Name Himmelreich von dem himmlischen Zustand nach ein paar Gläsern „Scheiregiebler Siedhong – Scheunengiebler Südhang“  herrührt oder woanders, ist mir jetzt leider nicht bekannt. Auf alle Fälle sind die Ausblicke hier himmlisch, und es gibt eine himmlisch schöne Hütte, die von Privatleuten hier gebaut wurde:

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Schööön

Hier kann man auch sehen, dass wir bis auf 222 m ü.NN. gekraxelt waren! Zeutern liegt auf 131 m und unser Wohnort auf 104. Aber es war eine sehr schöne Wanderung, wenn wir auch unsicher waren über die Richtung; war aber letztendlich egal, es gibt auf jeden Fall am Beginn eine heftige Steigung und am Ende ein großes Gefälle!

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2 Antworten zu Ins Himmelreich und zurück

  1. gsharald schreibt:

    Liebe Dagmar,

    das hört sich aber gut an. Ich glaube ich habe einen Wandervogel aus unserer Nähe gefunden. Kannst Du mir zum Wandernavi was sagen? Ich wohne in der Südpfalz und darum sind wir logischerweise oft in der Pfalz unterwegs. Oft sind wir auch im Schwarzwald unterwegs.Vor kurzem sind wir im Kraichgau gewandert und haben dort auch schöne Ecken (und auch Hohlwege) entdeckt.

    Liebe Grüße nach ??
    Harald

    • dagmar0815 schreibt:

      Hallo Harald,

      Das Navi ist ein Garmin Oregon 600, gern schreib ich Dir auch den Link zu der Seite, wo mein Mann immer die Routen findet, er ist da immer ganz begeistert, muss ihn nur danach fragen. Wir wohnen in der Nähe von Hockenheim und wandern am liebsten in unserer Nähe, waren aber auch schon öfters in der Pfalz, zum Beispiel in Rietburg, das ist auch eine wunderschöne Ecke.
      Viele Grüße in die Pfalz
      Dagmar

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